|
Spendenkonto
Grünhelme e.V.
Kto-Nr: 2000008
BLZ: 70070024
Deutsche Bank München
oder
Grünhelme e.V.
Kto-Nr: 1070000
BLZ: 43060967
GLS Gemeinschaftsbank eG
|
|
Barak OBAMA, wir sind Ent-TÄUSCHT
Sie müssen Afghanistan befrieden und den Siedlungs-Baustopp in Palästina durchsetzen, nicht durch-reden!
|
|
Mittwoch, 30.09.2009
|
Obama, was haben wir Tag- und Nachträume gehabt, mit Ihnen, wir waren so vertraut, dass uns das deutsche ehrwürdige „Sie“ verlorengegangen ist. Das You sich zum Du umwandelte. Ganz besonders machten sich unsere Tag-Träume an zwei Krisenherden fest, die zu lösen Sie uns versprochen hatten: Palästina und Afghanistan.
Aber, Barak Obama, an beiden Punkten hakt es, wir sind enttäuscht, dass Sie den Raum nicht nutzen, den der mächtigste Mann auf der Welt nun einmal hat, und weshalb er ja von seiner Bevölkerung gewählt und von der gesamten Menschheit bejubelt wurde.
Und dass Sie auch mal was gegen Widerstand dann auch durchsetzen, hat ja die Wegnahme des Raketenschildes an den Ost-Grenzen von Polen und Tschechien bewiesen, dessen bewundernde Zeugen wir gewesen sind.
Obama, Sie haben in dieser wunderbaren Rede am richtigen Ort (Kairo) gesagt: „Die Palästinenser müssen der Gewalt abschwören“. Widerstand durch Gewalt und Morden sei falsch und führe nicht zum Erfolg. Ja, und da haben wir Menschen erlebt, die größte Friedensdemonstration in Beit Jala am 8. Juli 2009, mit den Vertretern aller Religionen, dem Mufti von Hebron, den Bischöfen der Christen, einen Rabbi Arik Ashermann von den „Rabbis for peace“. Wir sind Zeugen der wöchentlichen Freitagsdemonstration in B’ilin an der Mauer, die jetzt schon mehrmals von Kommandos der Israelischen Besatzungsarmee so schrecklich zusammengehauen wird, dass uns um die Mahatma Gandhi Motivation der Teilnehmer bange wird: Wie lange werden diese Menschen sich zusammenschlagen lassen, ohne selbst zu einer Waffe und zur Gewalt zu greifen?
Auf dem Berg Daher, eingeklemmt zwischen vier verschiedenen israelischen Siedlungen und sog. Out-Posts, hat der junge Palästinenser Daoud Nassar ein Begegnungszentrum eingerichtet, in dem auch Juden und Palästinenser zusammenarbeiten und gerne zusammenkommen. Eine israelische Firma hat den Grünhelmen geholfen, die 5KW Solaranlage durch die Mauer auf den Berg zu bekommen, sie heißt „Shirasol“. Die jüdische Leiterin der Solarfirma, Aviva Konforty kam auf den Berg, als Thomas Just, Fabian Jochem und Rupert Neudeck dort waren und hatte Tränen in den Augen, als sie das Schild am Eingang sah, das das ganze Programm des Zentrums darstellt:
„WE REFUSE TO BE ENNEMIES!“
Obama, Sie sagten in Kairo: „Die Vereinigten Staaten betrachten den fortgesetzten Bau israelischer Siedlungen nicht als legitim. Der Bau verletzt bestehende Abkommen…Es ist an der Zeit, dass diese Besiedlung aufhört!“
Kann es sein, dass ein Präsident der USA von seinem besten und abhängigen Verbündeten im Nahen Osten einfach schlicht an der Nase herumgeführt und dementiert wird?
Barak Obama, wir sind enttäuscht. Wenn es auf der Welt Frieden geben soll in Ihrer Zeit als Präsident, dann muss das Palästinaproblem gelöst werden.
Wenn in Ihrer Zeit es eine Lösung geben soll, dann nur durch sofortigen, radikalen und nicht irgendwie limitierten STOPP und auch das Zurückfahren der Siedlungen. Auf dem Berg Daher habe ich erlebt, wem Ihr Baustopp von Kairo aufgebrummt wird: Den Palästinensern, die nicht bauen dürfen, während auf der Seite der Siedler gebaut wird wie verrückt.
Barak Obama, das dürfen Sie sich nicht gefallen lassen – um des Friedens willen! Und um der Zustimmung und Hoffnung von Hunderten von Millionen Menschen, die auf niemanden gesetzt haben, denn auf SIE!
Afghanistan, da haben Sie gesagt, es müsse jetzt mehr für die afghanische Bevölkerung getan werden. Aber das wird nicht gelingen, wenn sie den Militärs und Ihrer Logik folgen. Ich höre seit mindestens 12 Monaten immer nur den alten mythischen Kapitulations-General Westmoreland aus dem Vietnam-Grabe wiederauferstehen und rufen: Gebt mir mehr Armeen und Soldaten und wir werden den Vietnam Krieg gewinnen!!?
Barak Obama, der Krieg in Afghanistan wird jeden Tag gewalttätiger, weil ihre US- und alle ausländischen Truppen nicht alles tun, damit heute und morgen gut bezahlte, ähnlich gut bezahlte afghanische Soldaten wie Ihre GI’s dort ausgebildet werden und für Ordnung und die Verteidigung der eigenen Grenzen Afghanistans gegen Pakistan sorgen wie heute es die NATO Kontingente tun.
Es wird ja nicht gelingen, einen Krieg gegen einen unsichtbaren Gegner zu gewinnen, Mit den Gegnern, die man sehen kann, wird man verhandeln können. Man wird die Verbrecher Warlords endlich mit einer neuen Regierung nach der von Hamid Karzai aus dem Leben der Afghanen verbannen können. Man wird auch einen Prozess machen gegen die, die sich an Ihrem Volk versündigt haben: Entweder in Kabul oder in Den Haag. Beenden Sie den Alptraum zu versuchen, die verschiedenen Mujaheddin-Oppositionsgruppen zu bekämpfen, die die schlechte amerikanische Afghanistan Politik Ihres Vorgängers auch noch alimentiert hat. Verbrecher, die zigtausende Afghanen auf dem Gewissen haben wie der General Dostum dürfen nicht weiter stellvertretender Verteidigungsminister sein. Sie gehören längst vor das nationale afghanische Tribunal, was Hamid Karzai aus Machtkalkül vermeiden wollte.
Den Frieden in der Welt wird es nur geben können, wenn das Palästinaproblem durch den rigorosen Siedlungsbaustopp zurückgefahren wird, wenn es in Afghanistan zu einer Renaissance der afghanischen Tüchtigkeit und Aufbaufleißes kommen wird. Und wenn Sie ein Jahrhundertprojekt anschieben, das Sie uns ebenfalls versprochen haben: Die Abrüstung und Befreiung der jetzt existierenden Menschheit, also für uns alle, von der Atom-Waffen und Bomben Rüstung.
Aber Sie müssen es jetzt auch langsam tun. Sie dürfen es nicht dabei belassen, dass es irgendwo in Protokollen steht. Es gibt nur Zustimmung zu Ihrer großartigen Politik, wenn Sie sie TUN. Nicht nur, wenn Sie sie REDEN.
Rupert Neudeck
|
|
|
Nelson Mandela:
Wer Haß spürt,
kann nicht frei sein.
|
Eröffnung der 20. GRUENHELME Schule in Drahttut in West-Afghanistan
Die 18. Schule in Malume / Afghanistan eröffnet
|
|
|
|