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Trimester an dem Nelson Mandela Educat. Centre geht zu Ende

Vorbereitung der nächsten zweieinhalb Jahre bis zur Übergabe der Schule an den Staat

Hans Breman und Rupert Neudeck Bautechniker bei der Praxis Ausbildung Projekte der Solartechniker Freitag, 30.10.2009

Das Trimester neigt sich dem Ende zu, morgen werden den Schülern und Schülerinnen die Zeugnisnoten aus- und mitgeteilt. Wir werden noch mal zusammensitzen beim Mittagessen in der traumhaften, uns von der Patrizia Stiftung (Augsburg) geschenkten Mensa und dann in die Schüler in die Ferien entlassen. Aber die Arbeit geht unverdrossen weiter. Eine Anzahl Schüler bleibt an der Arbeit, arbeitet weiter an einem Außenprojekt, das gegenüber der Strasse in Ntarama liegt. Ein Unternehmer, der zugleich Entertainer einer Radioshow in Ruanda ist, hat sich an der Strasse ein großes Grundstück gekauft und wird dort ein großes Bungalow Restaurant einrichten. Die Bungalows stehen schon, wir, das heißt einer der Kurse der Nelson Mandela Studenten, sind dabei, eines der Häuser innerhalb des Compounds des Restaurants fertig zu bauen. Da in der mittelbaren Nähe ein neuer zentraler Rwanda Flughafen gebaut werden soll, der den alten ersetzen soll, der gefährlich nahe an den Eingeweiden der Hauptstadt liegt, könnte sich eine solche Investition künftig lohnen.

Wir bereiten die nächsten Trimester und die Projekte vor, die so dringlich sind für die Konsolidierung des Nelson Mandela Educational Centre. Das ehrgeizige Ziel der Grünhelme besteht ja darin, dem Staat Rwanda das Zentrum zu übergeben, in einem Zustand, in dem die Lehrer und Schüler Projekte und Produktionen realisieren, die auch Geld einbringen für das Zentrum. Am liebsten möchten wir das NMEC dem Staat übergeben, der aus seinem Budget dann nur noch die Gehälter der eigenen Lehrer und der Angestellten bezahlen muss.
Die nächste Idee sieht vor, sog Solarkioske in ausgewählten Dörfern Rwandas aufzubauen, die wie eine Mikrokreditinstitution funktionieren sollten. Die Einrichtung dieses Solarkioskes wird von der jeweiligen Dorfbevölkerung abbezahlt, die ja die Batterien bekommt, die in unserem Zentrum immer wieder aufgeladen werden können. Die Dorfbewohner können dabei ihre Mobiltelefone aufladen und auch die Lampen ausleihen, mit denen man am Abend je nach Solar-Paneel und Sonneneinstrahlung 3 bis 5 Sudenten Licht hat.
Aber es gibt auch noch andere Ideen, die in der Pipeline sind. Im nächsten Trimester werden wir anfangen, Kontakte aufzunehmen zu den größeren Firmen in Rwanda. Kontakte auch zu dem, was wir in Deutschland die Industrie und Handelskammer nennen, um für die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten der ersten Beschäftigung anzubahnen.
Das Land vibriert unter einer in der Hauptstadt zumal geradezu halsbrecherischen Aktivität der ruandischen Wirtschaft. Das Problem bleibt der große ökonomische Unterschied zwischen der Hauptstadt und den Städten allgemein und dem ländlichen Bereich. Das wird die Hauptaufgabe werden für das Rwanda der Zukunft, den ländlichen Bereich, die kleinen Bauern und Landwirte an den langsam wachsenden Wohlstand des Landes anzuschließen.

Die Beziehungen zwischen Rwanda und der Bundesrepublik Deutschland sind nach der schwer verkraftbaren Interimszeit wieder auf dem guten Stand wie vorher. Wir hatten ein gutes Gespräch in der Botschaftsresidenz, die als Botschaft fungiert, weil die Botschaft neu gebaut wird, mit dem neuen deutschen Botschafter Elmar Timpe.

Wir haben am 29. Oktober unseren deutsch-bayerischen Schulleiter und Bauingenieur Hans Bremann verabschiedet, der bei der Verabschiedung am Morgen des Tages durch die Mannschaft des NMEC sehr gerührt war. Die Grünhelme sind Hans Bremann sehr dankbar für die drei Monate härtester und schöner Arbeit. Die Englisch Lehrerin Gertrud („Trudi“) Amon-Seibert war schon das zweite Mal 2009 in Ruanda und wird ihre Zeit sehr zum Leidwesen der Schülerinnen und Schüler schon wieder am 3. November beenden. Sie hatte bisher den engsten und schönsten Kontakt zu den Schülern des Zentrums. Bianca Rossini, ebenfalls Englisch-Lehrerin in Ntarma, bleibt noch bis Mitte Januar 2010, um das neue Team einzuarbeiten. Bianca wird mit fröhlicher Umsicht und sehr beliebt und anerkannt in Ntarama die Zeit der Ferien die Stellung im NMEC zuhalten. Die Grünhelme wie auch die Schüler und Lehrer des NMEC danken dafür mit besonderer Herzlichkeit.
Schon jetzt haben wir den Schülerinnen und Schülern, den jetzt sechs ruandischen Lehrern gesagt, sie sollten schon jetzt wissen, dass das Ihre Schule ist. Und dass wir hoffen, dass diese Modellschule „the pride of Africa“ (der Stolz Afrikas) wird. Denn im Jahre 2012 wird die Schule dem Ruandischen Staat übergeben. Und wir wollen im Sinne der Selbstständigkeit und Eigenaktivität des Landes alles daran setzen, diesen Termin zu halten.

Rupert Neudeck






Neue Termine
- 10.03.10 - Buchvorstellung: Die Kraft Afrikas, von Rupert Neudeck
- 29.03.10 - "Wann beginnt der Frieden? Israel und Palästina"
- 28.02.10 - Eröffnung der von den Grünhelmen gebauten Schule St. Francis im Rakai Distrikt, Uganda Buyamba


Weisheiten

Reiner Kunze: Kühner Gedanke in Ehrfurcht vor dem Glauben
Einer - an Gott zu glauben war ihm nicht gegeben - steht vor Gott. Und Gott gewichtend Tat und Leben spricht: Ich bin mit dir zufrieden.

Projekte

Rückblick 2007



Eröffnung der 20. GRUENHELME Schule in Drahttut in West-Afghanistan






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