30.000 Euro von der Emons Spedition GmbH
Zu Weihnachten ist der Grundstock für die nächste Kongo-Süd-Kivu Schule gelegt

23.12.2010_1Eigentlich würden wir die Firma Emons Spedition lieber als Wirtschaftsunternehmen im Süd-Kivu direkt haben – aber so lange das noch nicht geht, freuen wir uns über die wunderbare Summe von 30 000 Euro, die wir, die Grünhelme am 22. Dezember von der Firma bekamen. Wir werden dieses Geld für den Aufbau der Ecole Primaire (Grundschule) Mero-TCHANDA verwenden, die das nächste Team der Grünhelme 2011 in dem größeren Ort Kamituga der Provinz Süd-Kivu und des Distriktes Mwenga aufbauen wird. Diese Schule hat 1040 Schülerinnen und Schüler zu versorgen. Sie hat 18 Lehrer und einen Direktor, den ich vor drei Monaten sprechen konnte. Ein Gebäude dieser Schule ist noch in einem Zustand, dass geringfügige Reparaturen dieses Gebäude rehabilitieren können.

Wir waren mit dem Vizegouverneur der Provinz Süd-Kivu, dem halben Deutschen und ganzen Kongolesen Jean-Claude Kibala in Köln-Poll bei der Firma Emons Spedition GmbH, wo uns der Scheck über 30.000 Euro überreicht wurde. Die Firma Emons GmbH hatte schon mit dazu gesorgt, dass wir das Gymnasium in Kasika im Süd-Kivu bauen konnten. Deshalb sind die 30.000 Euro der Grundstein für eine zweite Emons-Schule im Kongo.

Wir erwähnten bei der Gelegenheit die Möglichkeit, für solche Schulen eine Spendenaktion zu beginnen, die dann später in einer Art Partnerschaft fortgesetzt werden kann. So ist die Gemeinde Haltern am See in Westfalen gegenwärtig dabei, über mehrere Schulen und Vereine, Kirchen und die Stadtverwaltung die Summe für eine Kongo-Schule als „Haltern-Schule“ zusammenzubringen.

Jean-Claude Kibala war lange Jahre Bürger der Gemeinde Troisdorf, in der auch das Hauptquartier der Grünhelme beheimatet ist (das, um den Mythos zu brechen, einfach das kleine Reihenhaus der Neudecks in der Kupferstr. 7 ist). 2006 wurde Kibala bundesweit bekannt durch seinen Entschluss, wieder in den Kongo zurückzugehen und sich zur ersten Wahl seit 1960 wieder für das Nationalparlament aufstellen zu lassen. Mehrere Zeitungen und auch die „Tagesthemen“ machten ihn, Jean-Claude Kibala, wegen seines mutigen Entschlusses bekannt. Andrea Böhm schrieb ganzseitige Reportagen in der Hamburger „Zeit“ über Kibalas Wahlkampf.

Er kam nicht durch, bei dieser Wahl, gab aber nicht auf und wurde zum Vizegouverneur durch den Landtag von Süd-Kivu gewählt. Er versucht in dieser Provinz etwas wieder auf die Füße zu stellen, was es im Kongo kaum noch gibt: einen funktionierenden Staat. Mittlerweile hat er sich das Vertrauen seines Präsidenten erworben, für beide gibt es im November 2011 die nächsten Wahlen.

Erreicht wurde, dass die Bevölkerung zum ersten Mal das Gefühl hat, es gibt einen politischen Führer, der nicht für sich, sondern für sie etwas herausholen will. Kibala versucht, die Polizei und die Armee so auszubilden, dass sie wieder zu Säulen des Staates und der Bürger werden. Er geht überall hin, auch in die Dörfer. Als wir im Dezember kurz vor Weihnachten 2009 die Eröffnung des Gymnasiums der GRÜNHELME in Kasika war, war es für Kibala selbstverständlich, auch dabei zu sein, und da es sich ergab (seine Familie war zum Weihnachtsbesuch nach Süd-Kivu gekommen), brachte er seine ganze Familie mit: diese Frau Christiane Bauer, sogar seine Schwiegermutter, seine Söhne Georges und Patrice.

Am Heilig Abend um 6.50 Uhr kann man Jean-Claude Kibala im Frühmagazin des Deutschlandfunks hören. Christoph Heinemann hat ihn interviewt.

 

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