Erstes Richtfest in Phulping
Sieben Monate nach dem ersten Spatenstich ist es endlich soweit

11.12.2016Seit Beginn des zweiten Projektes der Grünhelme in Nepal ist inzwischen über ein halbes Jahr vergangen. Während dieser Zeit galt es nicht nur die Grundlagen für erdbebensichere Häuser zu schaffen, sondern auch die alltäglichen Probleme zu bewältigen, die einem diese Aufgabe erschweren. Seien es die einfache Dinge wie die Sprachbarriere, die Wetterextreme oder die oft schwierige und langwierige Materialbeschaffung, die unseren Qualitätsansprüchen für sicheres Bauen genügt. Hierzu zählt der Transport der Materialien unter schwersten Bedingungen auf 1.200 Meter. Bis zum Richten des ersten Daches haben wir etwa 1.130 Sack Zement, 9.160 Meter Bewehrungseisen, 6.800 Hohlblocksteine, 6 m³ Holz und mehrere LKW-Ladungen benötigter Baumaterialien für die 20 Häuser unseres Dorfes transportiert. 21,42 m³ des teuren Baustoffes Holz folgen noch für die restlichen Dächer.

Für alle Mühen haben uns die strahlenden Augen und die lobenden Worte der Dorfbewohner – während unseres fast traditionell deutschen Richtfestes – mehr als entlohnt. Nachdem wir hier jeden Tag Teil des Dorfes und der nepalesischen Kultur sein dürfen, haben wir uns sehr gefreut, dass den Bewohnern der kleine Einblick in unserer Kultur gefallen hat. Die traditionelle Kluft, der Richtspruch und das Annageln des Kranzes haben für Begeisterung bei den Nepalesen gesorgt. So war es für uns alle ein ganz besonderer Tag, der die Endphase des Projektes eingeläutet hat.

Jakob Bolte & Mira Herschlein

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