Für die Grünhelme der „Friedenspreis von Karokh“
Ein großes Lob für die Arbeit der Grünhelme

14.05.2011Am 9. Mai 2011 fand in dem Distrikt Karokh, in dem die Grünhelme bisher 16 Schulen gebaut haben, eine Konferenz statt, um die Arbeit von Hilfsorganisationen vorzustellen. Das war eine Initiative des neuen Distriktbürgermeisters G. Rustavi. In Deutschland entspricht das der Position des Landrates. Thomas Just und Rupert Neudeck hatten zusammen mit unserem Grünhelme Afghanistan Leiter Zobair Akhi schon im Januar 2011 Gelegenheit diesen vorzüglichen afghanischen Verantwortlichen in Karokh zu treffen.

Zu der Veranstaltung waren neben den wichtigen Dorfchefs und den Repräsentanten aller Dörfer dieses Distriktes auch die Vertreter einiger Hilfsorganisationen, hohe Beamte der Provinzregierung aus Herat Stadt eingeladen. Dazu kam der Präsident des Landtages wie auch einige Abgeordnete des Landesparlaments (Herat).

Das Ziel der Veranstaltung war sensationell: Man wollte sich erst mal bei den Organisationen aus dem Ausland für das bisher geleistete bedanken. Und wollte sie gleichfalls dadurch auch zu einer weiteren Zusammenarbeit motivieren. Das Hauptlob bei dieser Veranstaltung bekamen die GRÜNHELME für ihre Arbeit in dem ganzen Distrikt. Der Bürgermeister Rustavi sagte, er sei zwar noch neu in diesem Amte, aber es habe nicht lange gedauert, bis er verstanden habe, warum es in Karokh so friedlich sei.- Bürgermeister Rustavi dann wörtlich: „Vor allem durch die GRÜNHELME wurde hier viel gute Arbeit gemacht. Karokh zählt deshalb in Afghanistan als ein Meer der Hoffnung. Die Grünhelme sind die Perlen in diesem Meer. Sie haben den Menschen hier wieder Vertrauen geben können“.

Und soweit der Bürgermeister: „Was er in diesen ersten Monaten mitbekommen habe: Die Grünhelme haben den Menschen in unseren Dörfern nie das Gefühl gegeben, ihnen Almosen zu geben, sondern haben mit ihrer Zusammenarbeit die Zukunft der Dörfer und zumal der Kinder verstärkt. Die Grünhelme setzen auf langfristige Entwicklung. Dadurch, dass die Grünhelme in den letzten, für Afghanistan schwierigen Jahren ihre Arbeit trotz der unkalkulierbaren Gefahren fortgesetzt haben, wurden auch andere Hilfsorganisationen motiviert, auch nach Karokh zu kommen.“

Das wiederum bewirkte, dass die Menschen hier die positiven Impulse empfangen haben. „Dass auch die Menschen uns mit einem größeren Vertrauen entgegen kommen. Und wir deshalb in gutem Frieden miteinander leben“. In diesem Jahr bekamen bei dieser Konferenz die GRÜNHELME sozusagen den „Friedenspreis von Karokh“. Dieser Preis sei anders als der, den wir vom Nobelpreis in Oslo her kennen. Er ist nicht dotiert. Der Preis ist mit neuen Aufgaben des Preisgebers und neuen Schulprojekten für die GRÜNHELME dotiert.

Bei der Veranstaltung sprach man auch über die Übergabe der Sicherheitsverantwortung von den ISAF Truppen an die Afghanischen Sicherheitskräfte, Polizei und Armee. Auffällig war, dass keiner der Dorfchefs dazu etwas zu sagen hatte. Denn die meisten kennen die ISAF Soldaten nur vom Hörensagen. Von daher geht dieser Wechsel an ihnen total vorbei. Der uns allen bekannte Dorfchef von Benafschdare sagte hörbar in die Versammlung zu dieser Frage ISAF – Afghanische Polizei:

„Hauptsache die GRÜNHELME bleiben und arbeiten weiterhin mit uns“.

Zobair Akhi

 

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