Für die Somalis in Somalia und Somaliland
Neue Aktionen der Grünhelme

Wir haben uns entschlossen, gleich in Somaliland nachzuschauen, wie es dort mit dem Aufkauf der Nahrungsmittel steht. Wir erfuhren, dass es sie dort zu kaufen gibt und sie auch zugunsten unserer Spender billiger sind. Es sollen sich an die 50.000 Hungernde aus dem Süden schon im Lande Somaliland aufhalten.

Da Somaliland keinen internationalen Status hat, werden die Somalis, die aus den Gebieten des Südens bis nach Somaliland kommen, nicht als Flüchtlinge anerkannt. In der Togdher-Region sollen schon viele gestrandet sein. Ich fliege selbst am 6. August nach Somaliland (via Addis Abeba und Djibuti). In Addis Abeba werde ich den alten Mitkämpfer aus den Tagen der Arbeiten von Cap Anamur in Somaliland an meiner Seite haben: Abdulkarim Ahmed Guleid. Wir werden uns in Djubuti einen Tag aufhalten, um die Markt und Banken-Situation dort zu untersuchen, am Montag, den 8.August früh mit der Juba Air nach Hargeisa fliegen, der Hauptstadt der „Republik Somaliland“ fliegen.

Es gibt bereits Konzentrationen in zwei kleinen Lagern der Togdher Region, das in der Burao Area liegt. Wir werden eine Zusammenarbeit anstreben mit einer lokalen NGO, der „General Assistance and Volunteers Orrganization“, GAVO. Es sind andere Orte wie Koosaar und Kabadheere, wo sich tausende Bedürftige gesammelt haben. Wie einfach der Übertritt über eine wahrscheinlich nur mäßig geschützte Grenze von Somalia nach Somaliland ist, werden wir als Zeitzeugen erst durch Augenschein erfahren. Es sind auch Gespräche vorgesehen mit der sog. Regierung der Republik Somaliland. Und mit anderen Organisationen sowie alten Bekannten aus den 80er Jahren, die dort immer noch leben.

Wir werden die Arbeit auf dem Vertrauen aufbauen, das wir seit 30 Jahren zu unserem Freund Abdulkarim Ahmed Guleid haben können. Er war unser Projektleiter in Somalia 1980, nachdem er hier in Deutschland seinen ersten guten Job bei Siemens gekündigt hatte. 1992 kam er plötzlich ins Gefängnis in den unmittelbaren Wirren der Nach-Befreiung Äthiopiens durch die Tigray Liberation Front. Damals rettete ihm der Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Leben, etwas, wofür wir dem damaligen Präsidenten immer noch dankbar sind.

Wir werden in den nächsten Monaten Ahmed Hassan in unserem Team haben, der sein Studium in London abgeschlossen hat und in sein Heimatland zurückkommt, das er als 3 jähriger 1988 verließ. Er lebt mit seinen Eltern im Saarland.

 

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