Grünhelme-Ambulanz in Tan My arbeitet und ist am Netz
Dr. Wolfgang Rumpf nach sechs Jahren wieder in Vietnam

30.12.2012Zu Weihnachten gibt es eine schöne Grünhelme-Überraschung – für alle, die daran beteiligt waren, für uns als Organisation, auch für die vielen Vietnamesen, die uns damals ihre Unterstützung gegeben haben und auch das Geld für den Aufbau einer Ambulanz. Vor sechs Jahren – genauer 2006 – hatten wir die Idee, in Tan My im Süden des Mekong-Deltas in Vietnam und in Thanh Binh eine Ambulanz aufzubauen.

Der Grünhelme Arzt Dr. Wolfgang Rumpf hat die Orte jetzt wieder besucht und uns geschrieben: „Es ist ein kleines Wunder geschehen. Than My ist in Betrieb. Die Wasserleitung die von den vietnamesischen Behörden damals verlegte werden sollte, aber nicht verlegt wurde, ist nun tatsächlich da“. Damals hatten wir das Projekt schon regelrecht aufgegeben und für verloren erachtet. Heute, einen Tag vor Weihnachten 2012, erfahren wir: Die Ambulanz hat ihren Betrieb aufgenommen und ist weiter in Betrieb.

Wir hatten damals auch unter Exil- und Cap Anamur-Vietnamesen eine wachsende Bereitschaft wahrgenommen, etwas für die Rehabilitation öffentlicher Einrichtungen in den Dörfern im südlichen Süd-Vietnam zu tun. Das ganze lief damals über langwierige, aber dann erfolgreiche Verhandlungen über die deutsche Botschaft in Hanoi sowie über unseren Michael Minh, der von Cap Anamur gerettet wurde und einer der ganz wenigen ist, die für einen wirtschaftlich lukrativen Job in der Kaffeeindustrie wieder nach Vietnam und Saigon zurückgegangen waren.

Was wir auch nicht wussten, was aber ein schönes Nebenergebnis eines solchen Projektes ist: Wolfgang Rumpf hatte die ganzen Zeit über, die ganzen 6 Jahre Kontakt gehalten zu den Leuten in Thanh Binh, die ihm damals ans Herz gewachsen waren. Er unterstützt die Familie einer damaligen Patientin, die mehrere Missbildungen unter den eigenen Kindern hat – bedingt wohl durch die schrecklichen Dioxin-Vergiftungen vietnamesischer Wälder und Landstriche dank einiger US-Firmen, ein Verbrechen, das bis heute nicht geahndet ist und immer weiter zu Missbildungen an neugeborenen vietnamesischen Kindern führt.

Wir werden gewiss 2013 noch mal in diese Region Kontakt aufnehmen, um uns nach weiteren Arbeitsmöglichkeiten umzusehen.

 

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