Licht und Energie von der Sonne in Buyamba
Letzter Akt der Arbeiten an der St. Francis Schule in Uganda

30.03.2011Ein Problem des Handels im afrikanischen Kontinent besteht darin, dass er immer noch auf Sparflamme stattfindet. Es gibt kaum gemeinsame Märkte, gemeinsame Zollgebiete in Afrika. Überall werden Grenzen gehütet und geschützt. Deshalb war es ein wirklicher „scoop“, dass die Grünhelme beschlossen hatten, als ihre letzte Baumaßnahme an der St. Francis Schule in Buyamba (Uganda-Rakai Distrikt) eine Solaranlage mit Studenten unserer Berufsschule in Ntarama aufbauen zu lassen. Es war in gewissem Sinne eine cross-border-Aktion zwischen den Nachbarländern Uganda und Rwanda.

An der Installation der Anlage waren zehn Studenten der Klasse ET10 samt deren ruandischer Lehrer Clement und dem deutschen Lehrer Klaus Burkhart beteiligt. Am 2. März reisten neun Studenten mit ihrem Lehrer auf der großen Straßentangente bis zu der größeren Stadt Masaka. Klaus Burkhart war mit einem Studenten und dem Werkzeug für die Installation in einem PKW gefahren. Zum Grenzübertritt trafen sich alle zwölf aus dem „Nelson Mandela Educational Centre“(NMEC). Später in Masaka besorgte uns ein Pater der Diözese Masaka ein Sammeltaxi nach Buyamba.

Es waren auf den Gebäuden der von den Grünhelmen 2010 gebauten Schule neben dem 24V PV Gleichstromsystem eine 230 Wechselstromanlage in fünf Gebäuden zu installieren. Davon sind in drei Gebäudeblocks insgesamt neun Klassenzimmer sowie fünf Administrationsräume untergebracht. Küche und Mensa sind in einem weiteren Gebäude, das von den Grünhelmen ganz neu aufgebaut wurde. Im fünften Gebäude sind insgesamt vier Lehrerwohnungen untergebracht.

Die Installationsarbeiten begannen am 3. März. Das Solar-Equipment und Material war in Uganda von Thomas Just eingekauft vorher. Das zeigt, dass Uganda in diesem Marktsegment schon ein gutes Stück vorangekommen ist. Unsere Studenten konnten mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen, denn das Material war noch nicht alles vor Ort. Nach dem wir Geld gewechselt hatten und Material in dem benachbarten Kyotera besorgt worden war, konnten die Arbeiten verteilt werden.

Die 230 V AC Installation begannen wir zunächst in den Administrationsräumen. Vor dem Wochenende konnten wir schon den Inverter in Betrieb nehmen. Dann kam es wie oft in afrikanischen Ländern zu einer Häufung von mehr oder minder freien Tagen. Nach dem Sonntag waren der Montag wegen der regionalen Wahlen und der darauffolgende Dienstag wegen des „Women Day“ schulfrei. Das war für unsere Arbeit ganz günstig, denn dann konnten wir in den Klassenräumen die Solargeräte installieren und mussten nicht den Schulbetrieb unterbrechen. Am Ende der neun Tage wurden dann noch die Außenbeleuchtung und das Lehrerwohnhaus installiert. Am letzten Tag hatten wir die Kabelgräben zu schließen und es gab noch eine Menge an Prüfungen der Solar-Geräte und des Lichtes. Am 11 März fuhren wir auf dem gleichen Wege wieder nach Ruanda und dann auch Ntarama zurück.

Damit haben die Grünhelme den letzten Schritt in dem Aufbau und der Rehabilitation der St. Francis Schule abgeleistet. Der Patrizia Stiftung in Augsburg, die der großzügige Sponsor dieser Aktionen war, gilt der Dank der Grünhelme. Wir würden uns freuen, erneut mal wieder was mit der Patrizia Stiftung in Afrika oder auch anderswo zu tun.

Klaus Burkhart und Rupert Neudeck

 

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