Solar-Aktivitäten und Außenprojekte in Gitanga und in Nkanga
Dank der Grünhelme-Schule NMEC

25.02.2011Der Ruf der ersten Berufsschule in Ruanda, die ihre Lehrlinge neben der Elektrotechnik auch in Solartechnik ausbildet, wird langsam landesweit bekannt. Dank der großen Spende der Talisman Stiftung in Luxemburg von Jean-Claude Wolter konnten wir Anfang 2010 die 30kw Solaranlage im Gelände des Nelson Mandela Educational Centre aufbauen. Diese Anlage hat die Aufgabe, die gesamte Schule und den Compound mit Strom zu versorgen. Und sie gibt zugleich den Studenten am NMEC die Möglichkeit, sich zu Experten für die Anbringung und den Anschluss solcher Solaranlagen ausbilden zu lassen.

Gegenwärtig bekommt die Dorfschule in Gitanga eine solche Photovoltaik Anlage angeschlossen. Die Anlage selbst wurde von der Stiftung Ruanda angeschafft, die Studenten des NMEC sind nur dabei, diese Anlage anzubringen. Gitanga liegt mit dem Wagen etwa anderthalb Stunden von Ntarama entfernt, auf der Straße von Kigali nach Ruhengeri. Die Solar Elektriker im zweiten Ausbildungsjahr des von den Grünhelmen aufgebauten und noch geführten Nelson Mandela Educational Center installieren die Anlage als Außen-Ausbildungsprojekt in der abgelegenen Dorfschule von Gitanga.

Geleitet wird das Außenprojekt von Klaus Burkhart, der gerade seinen Term als Grünhelm im NMEC als Lehrer und Experte ableistet. Dieses Projekt, so schrieb uns Klaus Burkhart, unterstütze das Konzept streng Praxis-orientierter Ausbildung in idealer Weise. Nach dem Einschalten der ersten Lichter war die Freude über den bescheidenen Fortschritt sehr groß. „Die Lehrer freuen sich auch darüber, jetzt ihre Mobiltelefone laden zu können“.

Die zweite Photovoltaik Anlage ging am 18. Februar in Betrieb. Diese Anlage sollte in einem eintägigen Einsatz angeschlossen sein. An diesem 18. Februar ging es um 4.30 Uhr morgens los. Gegen 7.30 erreichten die Schüler das Ziel, die Dorfschule von Nkanga, ebenfalls auf der Strecke nach Ruhengeri. Die Hälfte der Solarteure vom NMEC installierte die Solar-Panels auf dem Dach. Die andere Gruppe brachte die Batterien in den darunter liegenden Büros an. Gegen 16.30 Uhr hieß es „Licht an“ und es wurde Licht. Ein schöner Erfolg für den ET10 Montagetrupp, wie uns Klaus Burkhart schreibt. „Die Stimmung auf der Rückfahrt war bestens“.

Auch Nkanga wurde von der Stiftung Ruanda mit dieser Photovoltaik-Anlage ausgerüstet. Zwar bringe diese kleine Anlage zunächst nur Licht für wenige Räume der Schule, aber ein Anfang ist gemacht.

 

Posted in Ruanda