Yussef hat seine erste Prothese!
Der erste Wettkampf um den 8-jährigen Palästinenserjungen

23.11.2015_TeaserWir erfuhren wie viele Mitbürgerinnen und Mitbürger vom Schicksal des 8-jährigen jungen Palästinenser aus Hebron betroffen sind, das ihnen im Weltspiegel der ARD in einem Filmbericht nahegebracht wurde. Der Junge hat seit seiner Geburt einen Arm, den anderen nur als kurzen Stumpf. Seine Mutter ist taubstumm. Der Vater taucht nur auf, wenn sich irgendetwas in der Familie erwerben lässt.

Der ARD-Korrespondent Markus Rosch hatte den Reportage-Besuch in einer Stadt gemacht, die zu den merkwürdigsten der Welt gehört. In der palästinensischen Stadt Hebron leben neben der arabischen Großbevölkerung noch 400 jüdische Siedler, die durch ein massives Armee und Polizeiaufgebot von israelisch-jüdischer Seite nicht nur bewacht, sondern auch isoliert gehalten werden, was bedeutet, dass durch diese Siedlungsvillen ganze Häuser Blöcke von dem quirligen Leben einer arabischen Großstadt abgetrennt sind.

Der Junge Yussef konnte jetzt durch unsere und durch die Bemühungen einer in Palästina arbeitenden deutschen Spezial-Organisation namens Lifegate und viel Papier in einem Krankenhaus in Israel eine erste Prothese angepasst bekommen. Diese erste Prothese erfordert aber jahresweise geradezu eine weitere. So dass wir schon jetzt den Spendern sagen können, wir werden noch etwas mehr Geld auf Dauer brauchen können.

Der Fernseh-Bericht zeigt den 8jährigen Jussef mit seiner taubstummen Mutter in der Shuhada Street, die von den Israelischen Soldaten kontrolliert wird. Anwohner und Touristen, aber keine Palästinenser kommen durch die Kontrolle.

Der Film hatte eine solche Wirkung, dass ganz viele Zuschauer den ARD-Korrespondenten Markus Rosch anschrieben und auch Hilfe in vielerlei Gestalt, aber auch hauptsächlich mit Spenden anboten. Markus Rosch bat uns, das zu übernehmen, denn er sei als Berichterstatter schlicht überfordert. Er macht an alle, die sich gemeldet hatten einen Text. Wir hatten gerade das Glück, dass jemand von den Grünhelmen, Gertrud Amon Seibert nach Palästina geflogen ist, die dort den Korrespondenten Markus Rosch besuchen und den Yussef besuchen konnte.

Wir haben bisher schon eine gute Summe zusammenbekommen (genau 11.181 Euro). Aber die prothetische Behandlung und die Erneuerung der Prothese werden nur in Israel möglich sein, wo die Behandlung wie in Deutschland sehr teuer aber auch gut ist. Das alles ist aber jetzt möglich gewesen – und die Bilder zeigen uns den Jungen mit seinem ersten künstlichen Arm.

Über den Fortgang dieses Projektes werden wir weiter über die Website der Grünhelme berichten.

 

Posted in Palästina