Zumindest keine Zahnschmerzen
Leider nur ein kleiner Lichtblick aus Syrien

Im Einsatz April Shamarekh 22011 begann der Bürgerkrieg in Syrien, der seitdem ununterbrochen tobt. Viele Städte sind dem Erdboden nahezu gleichgemacht, ganze Landstriche unbewohnbar – Metropolen wie Aleppo bestehen nur noch aus Schutt und Asche.Auch wenn in den Nachrichten kaum noch etwas über den Bürgerkrieg zu erfahren ist, wird er mit unverminderter Härte fortgeführt, wodurch sich die Notlage der Menschen immer weiter zuspitzt.

Seit Oktober 2016 ist das Zahnarztmobil der Grünhelme mit dem IDA (Independent Doctors Association), unserem Partner vor Ort, ständig im Einsatz. Regelmäßig erreichen uns die Behandlungsberichte, welche eine stetig steigende Zahl an Patienten zeigen.

Nur auf den ersten Blick ist es eine erfreuliche Nachricht, dass wir Grünhelme mit dem Zahnarztmobil helfen können. Auf den zweiten Blick spiegeln die steigenden Patientenzahlen eine traurige Realität wider: Städte wie Al Wa’ar, das Governorate Homs und die östlichen Gebiete von Aleppo sind weiterhin stark umkämpft und immer wieder kommen geflüchtete Familien in den vom IDA angefahrenen Camps an.

Selbstverständlich ist in einer solchen Situation, dass wir Grünhelme weiterhin die Medikamente und das medizinische Material für die Behandlung der Menschen bezahlen sowie zusätzlich das Gehalt für einen Zahnarzt und seine Helferin stellen. So hat das IDA kaum weitere Kosten mit dem Einsatz des Mobiles.

Auf Grund der katastrophalen medizinischen Versorgung vor Ort, der immer steigenden Patientenzahlen und der positiven Resonanz der Behandelten wollen wir Grünhelme die Hilfe für Menschen aus Syrien weiter ausbauen. Zusätzlich zu der Versorgung mit dem Zahnarztmobil loten wir aus, ob wir weitere Krankenwagen oder ein weiteres Zahnarztmobil nach Syrien schicken können. Dazu benötigen wir erneut ihre Hilfe in Form von Spenden.

Die Berichte des IDA von Januar, FebruarMai und Juni 2017 finden sie als Download an diesem Bericht. Vorweg, es wurden 3.299 Patienten Seit Oktober behandelt. Von Anfangs wenigen hundert sind es im April schon fast 1.000 Patienten in einem Monat gewesen.

Unser Team freut sich wie immer über die Unterstützung von erfahrenen Handwerker*innen und Bautechniker*innen, die vor Ort mit anpacken wollen. Der Dank gilt unseren Unterstützer*innen für die vielen großzügigen Spenden.

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