Wer sind wir?

Ein Peace Corps von jungen Deutschen — Muslimen und Christen: Seit Jahren gibt es den Dialog und das Gespräch zwischen den Religionen. An solchen Professoren- und Theologen-Konferenzen, an Papieren, Resolutionen und guten Absichten besteht kein Mangel. Wir wollen gemeinsame Taten an Stelle von Papier, Studien, Gutachten und Absichten stellen. Wir werden Häuser und Dörfer, Schulen und Straßen, Hospitäler und Ambulanzen, Baumschulen und Gotteshäuser aufbauen. Unser Ziel: den Lebensraum der Mitmenschen zu erweitern und ihnen Frieden zu bringen. Christen und Muslime (und andere Menschen guten Willens) bauen gemeinsam auf, was andere widerrechtlich zerschlagen haben. Mit der eigenen Hände Kraft und der Intelligenz von Bauingenieuren und Maurern, Zimmerleuten und Architekten, Maschinenbauern und Elektrikern, Logistikern und Klempnern werden wir vor Ort mit den Einheimischen aufbauen helfen. Bei dieser Arbeit verbünden sich ausdrücklich junge christliche und junge muslimische Deutsche.

Wie kommt es zu diesen Namen?

Wir wollen die Peace Corps Idee von John F. Kennedy wieder aufleben lassen, die sich als Bewegung damals über die Welt der Habenichtse und armen Schlucker ausbreitete. In den vergangenen 40 Jahren ist diese Idee im Sumpf von Eigennutz und Luxus versackt. Wir wollen den Geist der Peace Corps wieder aufleben lassen – unter dem Namen GRÜNHELME.

Wie finanzieren wir uns?

Der Grünhelme e. V. ist parteipolitisch neutral, nationalitäts- und religionsübergreifend und finanziert sich aus privaten Spenden der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands sowie aus Zuwendungen von Stiftungen. Wir wollen das Zusammenleben von Jungen und Älteren, von Bayern und Preußen, West- und Ost-Deutschen, von Muslimen und Christen interessanter und spannender machen – mit gemeinsamen Projekten und Arbeiten.

Wie kann man mitmachen?

Wir suchen junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die möglichst einen praktischen Beruf haben – wie zum Beispiels Bauhandwerker, Zimmerleute, Maurer, Bauingenieure (und andere), die bereit sind, drei Monate zu arbeiten. Wir rekrutieren für unsere Bauteams junge Muslime, junge Christen und alle Menschen guten Willens, die eines klar wissen: Die Schöpfung darf von uns nicht einfach zerstört werden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichten sich für drei Monate mit uns zu arbeiten. Eine Verlängerung nach der Hälfte der Zeit auf sechs und neun Monate möglich. Die Grünhelme leben und arbeiten immer dort, wo sie mit der Dorfbevölkerung die Häuser, die Kliniken oder Schulen aufbauen. Die Lebensbedingungen sind häufig hart, aber zureichend. Flug, Fahrt und Unterkunft zahlen die Grünhelme, es gibt nur ein Taschengeld. Jeder kann mitmachen, der sich neben seinem Gewissen der christlichen, islamischen oder aber einer anderen humanistischen Lebensweise verpflichtet fühlt und dabei aufgeschlossen ist, die ihr/ihm übertragene Aufgaben zu bewältigen.

Begleitet werden die Grünhelme in ihrer Arbeit von einem breiten Kuratorium, in dem u. a. der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, der Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani, der Bundestagsabgeordnete Ruprecht Polenz, die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und der Musiker Konstantin Wecker vertreten sind.

Sie fühlen sich angesprochen? Sind Sie bereit, außerhalb jeder Tarifordnung mitzuarbeiten und in die Hände zu spucken, damit es anderen Menschen besser geht? Dann melden Sie sich bei uns!

Grünhelme e.V.

c/o Yvonne Neudeck
Verweyenstraße 3
D-53121 Bonn
Telefon: +49 228 240 354 56
Per E-Mail erreichen Sie uns unter: peace@gruenhelme.de

Vorstand

Vorstandsvorsitzender:

Martin Mikat (Jahrgang 1985) ist ausgebildeter und leidenschaftlicher Zimmermann. Während seiner Wanderschaft hat er die Arbeit der Grünhelme unterstützt und zu schätzen gelernt. Nach dem er für die Grünhelme in Pakistan, der DR Kongo, Syrien und später auf den Philippinen war, studiert Martin Mikat nun Holzbau in Rosenheim.

Stellvertretender Vorsitzender:

Max Werlein (Jahrgang 1982) ist Sohn zweier Mitarbeiter des „Komitee Cap Anamur“, die sich während eines Einsatzes in Uganda 1980 kennengelernt haben. Max Werlein studierte Energie- und Umwelttechnik in Hamburg und lebt und arbeitet seit 2012 in Leipzig. Seinen ersten Einsatz für die Grünhelme hatte Max Werlein 2009 im Rahmen eines Schulbauprojekts in der DR Kongo, Provinz Süd-Kivu. Seit Sommer 2013 hat Max Werlein sein berufliches Arbeitspensum reduziert und wieder vermehrt Aufgaben für die Grünhelme übernommen.

Mitglied des Vorstands:

Thomas Just wurde am 20. Dezember 1975 in Zeitz geboren. Nach seiner Lehre zum Zimmermann in Halle/Saale absolvierte er seine Ausbildung zum Staatlich geprüften Holzbautechniker in Bad Wildungen. Seit 2005 ist Thomas bei den Grünhelmen aktiv. Über mehrere Jahre hinweg wirkte er als Projektleiter bei den Grünhelmen in verschiedensten Ländern und Regionen mit und prägte diese gemeinsam mit Rupert und Christel Neudeck. Später übernahm er die Position als Schatzmeister im Vorstand. Thomas lebt jetzt mit seiner Familie auf Sansibar und ist dort als Produktionsleiter für eine Holzbaufirma tätig, was ihn jedoch nicht daran hindert den Grünhelmen weiterhin zur Seite zu stehen. Wir freuen uns ihn wieder als Schatzmeister im Vorstand begrüßen zu können.

Koordination:

Yvonne Neudeck (Jahrgang 1972) half schon als Schülerin beim Ausstellen von Spendenquittungen, denn die Zentrale vom Komitee Cap Anamur befand sich viele Jahre in ihrem Wohnzimmer: Sie ist die Tochter von Christel und Rupert Neudeck. Sie arbeitete nach ihrem Studium der Politikwissenschaften und Afrikanistik drei Jahre im Kosovo, um nach dem Krieg halb zerstörte Häuser wiederaufzubauen und die Bevölkerung über die Landminen-Gefahr aufzuklären. Anschließend ging sie für sechs Jahre nach Simbabwe, wo sie Nothilfeprojekte für AIDS-Patienten und Waisenkinder leitete sowie Einkommen schaffende Maßnahmen für Kleinbauern implementierte. Yvonne Neudeck hat 2016 die administrativen Geschicke der Grünhelme übernommen und kümmert sich aus Bonn um unsere Spendenverwaltung, Buchhaltung, Personal und Teile der Öffentlichkeitsarbeit.

Ehrenvorsitzender (* 14. Mai 1939 / † 31. Mai 2016):

Rupert Neudeck wurde am 14. Mai 1939 in Danzig geboren. Im Februar 1979 gründete er zusammen mit Heinrich Böll das Komitee Cap Anamur. Von 1979 bis 1986 retteten die Hilfsschiffe 11.488 vietnamesische Flüchtlinge im Südchinesischen Meer. Zahlreiche hauptsächlich medizinische Projekte finden bis heute in vielen Ländern statt. Im Jahr 2003 gründete Rupert Neudeck mit Aiman Mazyek die Hilfsorganisation Grünhelme. Seine Promotion schrieb er im Fach Philosophie über „Die politische Ethik bei Jean-Paul Sartre und Albert Camus. Bis zu seiner Pensionierung arbeitete er als Journalist beim Deutschlandfunk in Köln. Rupert Neudeck bekam u.a. folgende Ehrungen: die Theodor-Heuss-Medaille, den Erich-Kästner-Preis, den Marion-Dönhoff-Preis, die Ehrendoktorwürde der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und die der Universität Prizren im Kosovo, den Bürgerpreis der deutschen Zeitungsverleger, den Erich-Fromm-Preis, den Bornheimer der Europaschule Bornheim.

Rupert Neudeck starb am 31. Mai 2016 in Siegburg.

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